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Dorfbahn: Erste Klasse auf die Königsleitenspitze!Der Neubau der Dorfbahn ist ein wichtiger wirtschaftlicher und touristischer Impuls für Königsleiten. Anfang April erfolgte der Spatenstich, in den nächsten Monaten wird das größte Liftprojekt in der Geschichte der Königsleiten Bergbahnen verwirklicht. „Wir sind erleichtert, dass die Bauarbeiten endlich begonnen haben. Die naturschutzrechtliche Bewilligung liegt ja bereits seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres auf dem Tisch“, berichtet Hannes Schnell, der gemeinsam mit Markus Strasser-Stöckl die Geschäfte der Königsleiten Bergbahnen führt. Die Kosten für die neue Dorfbahn belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Die Königsleiten Bergbahnen zählen zu den finanzstärksten Seilbahnunternehmen in Österreich. Die kleine Gesellschaft ist in privater Hand und konnte den Eigenkapitalanteil in den letzten Jahren stets steigern. Den beiden Geschäftsführern ist es im Vorjahr gelungen, binnen kürzester Zeit ein Projekt zu verwirklichen, das von den Gesellschaftern und den Grundbesitzern mitgetragen werden konnte. Die neue Anlage ersetzt als moderne 8er-Gondelbahn die beiden Doppelsesselbahnen. Die Talstation umfasst 18 000 Kubikmeter umbauten Raum, wovon 4 000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. „Die Talstation ist ein rein technisches Gebäude, denn die gesamte Infrastruktur wie Skiverleih etc. ist bereits im Ort vorhanden“, berichtet Hannes Schnell. Die im Vergleich zum Straßenniveau erhöhte Lage, ermöglicht die Errichtung einer Tiefgarage auf zwei Ebenen, die eine Kapazität von 50 Pkw-Stellplätzen aufweist. Eine Besonderheit der Talstation ist die Durchfahrtsmöglichkeit für den Skibus. Die Haltestelle befindet sich direkt vor einer Rolltreppe, welche auf das Einstiegsniveau führt. „Mit dieser Erschließung wird die gesamte Verkehrssituation vor der Talstation neu geordnet und wesentlich verbessert“, informiert Markus Strasser-Stöckl. Um das Bauwerk optimal in das Ortsbild einzufügen, wird das Parkdeck außen mit einer lichtdurchlässigen Lamellenwand versehen. Diese Wand findet ihre Fortsetzung als Absturzsicherung beim Sammelplatz im Obergeschoß und läuft als Sonnenschutz über das Verwaltungsgebäude weiter. Mit der Lamellenwand werden die verschiedenen Gebäudeteile (Parkdeck, Kassabereich, Versorgungstrakt und Verwaltungsteil) optisch miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Als markantes bauliches Element ist ein weit auskragendes Dach eingesetzt, welches alle Bereiche auf dem Einstiegsniveau überdeckt: die Kassa mit Vorplatz, die Warte- und Ausstiegsbereiche sowie den Vorplatz beim Skidepot. „Dieses Dach vermittelt Leichtigkeit, Großzügigkeit und soll die Besucher auf ein besonderes Erlebnis am Berg vorbereiten“, berichtet Ulli Stöckl vom Architekturbüro Stöckl, Egger & Partner. Die unter diesem Dach befindlichen Gebäude werden mit Naturstein verkleidet, um den Kontrast zwischen heimischen Baumaterialien und „neuer Technik“ weiter zu erhöhen. Die Parkdecks werden von den Besuchern entweder über das Stiegenhaus oder den Lift verlassen. Das Stiegenhaus mit Rolltreppe und der Lift enden direkt im überdachten Außenbereich bei den Kassen und dem Informationsbüro auf dem Einstiegsniveau der Dorfbahn. Der Skigast gelangt so trockenen Fußes ins Skidepot. Der Kassablock sieht neben entsprechenden Arbeitsplätzen und Nebenräumen zusätzlich ein Informationsbüro mit Bankomat und Ticketrückgabe
Visualisierung der neuen Talstation. Um das Bauwerk optimalin das Ortsbild einzufügen, wird das Parkdeck außen mit einer lichtdurchlässigen Lamellenwand versehen (links im Bild).
Automat vor. Im neuen Verwaltungsgebäude finden auf Straßenniveau acht Pkw-Stellplätze, Werkstätten sowie die notwenigen Einrichtungen für das Liftpersonal Platz. Im Obergeschoß des Gebäudes sind Sitzungszimmer, Lounge, Büros und Nebenräume untergebracht. „Die große Ebene auf dem Einstiegsniveau eröffnet neue Möglichkeiten für die Durchführung von Veranstaltungen und soll künftig dem gesamten Ort zugute kommen“, so der Architekt. Bahnlänge: 3 KilometerDie Dorfbahn führt von der auf 1 600 Meter gelegenen Talstation, die sich direkt bei der Krölls Alpenwelt befindet, über eine Mittelstation auf 1 900 Metern Seehöhe bis fast auf den Gipfel der Königsleitenspitze auf 2 230 Metern Seehöhe. Die Gesamtlänge der neuen Bahn beträgt drei Kilometer, die Fahrzeit wird mit acht Minuten angegeben. Beim obersten Ausstieg wird ein kleines Bergrestaurant errichtet, das künftig eine der höchstgelegenen gastronomischen Einrichtungen in der Region sein wird. Natürlich mit grandioser Aussicht auf den Nationalpark Hohe Tauern und die Zillertaler Alpen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.koenigsleiten-bahnen.com. •
Sie nehmen das Projekt der neuen Dorfbahn in Königsleiten in Angriff(von links): Architekt Ulli Stöckl, Betriebsleiter Norbert Hollaus,Geschäftsführer Hannes Schnell, Geschäftsführer Markus Strasser-Stöcklund Architekt Michael Egger. Visualisierungen: SEP Stöckl, Egger & Partner Architekturbüro; Foto: Königsleiten Bergbahnen![]()
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